Weihnachtswunder

Na was ist den das? Ich werde verrückt! Ich dachte jetzt nach dem Gottesdienst schaue ich kurz nochmal in den Postkasten von Jo, da ich eh schon mal hier bin und heute mittag nicht dazu kam. Da erreicht mich doch am 24. Dezember mein Geburtstagspäckchen, welches in Deutschland am 4. Oktober abgesendet wurde und bisher als unauffindbar galt. Das ist ja fast wie Weihnachten und Geburtstag zusammen 😉 Ich nehme es aus dem Kasten. Im Hostel angekommen öffne ich es und breite die Geschenke zusammen mit meinen Weihnachtsgeschenken auf meinen Bett aus. Kein Wunder, dass einige der anderen Gäste neidisch werden, als ich anfange eines nach dem anderen auszupacken. Für meine Ema bekomme ich Wackel den Dackel geschenkt. Ich freu mich wie ein Honigkuchen.
Am alten Holztisch in der Küche bastelt jeder, was ihm weihnachtliches in den Sinn kommt, ich entscheide mich für eine Orange mit Nelken, welche man aufhängen kann.

Meine gebastelte Orange

Am Abend sitzen wir alle im warmen Kaminzimmer, quatschen und trinken ein gutes Glas Rotwein.
Der erste Weihnachtsfeiertag beginnt regnerisch, ich sehe mir morgens nochmal in Ruhe meine Geschenke an und fahre dannach mit 3 Mädels an den Strand um dort einen Spaziergang zu machen. Nachmittags fange ich an „Pu der Bär“ zu lesen, der auch im Packet war. Le Bons Bay ist das erste Hostel in Neuseeland welches ich kennen gelernt habe, in dem ein Abendessen gegen Aufpreis angeboten wird. Da die Hosteleltern heute in den Urlaub gefahren sind kochen alle Hostelgäste zusammen und da der Himmel abends nochmal einmal aufreist, können wir draußen in großer Runde essen.

Was kann schöner sein

Schon am frühen Morgen scheint am 2. Weihnachtsfeiertag die Sonne. Ich packe meine Badehose ein und verschwinde an den Strand. Das Wasser ist zwar noch frisch, aber um ein paar Bahnen zu ziehen reicht es allemal. So voll wie heute habe ich den Strand von Le Bons Bay noch nie gesehen, viele fahren mit ihrem Boot raus, Kinder spielen im Sand Ball oder veranstalten Wettrennen.
Im späten nachmittag lege ich mich im Hostel in die Hängematte und höre über meinen MP3 Player, welcher für meinen Geburtstag gedacht war, Orgelmusik von Roland Rank mit Kommentaren von Otto Knopf dazwischen.
Am nächsten Morgen steht der große Abschied bevor. Besser hätte ich es über die Weihnachtsfeiertage mit dem Hostel nicht treffen können, als mit diesem hier in Le Bons Bay. Die Leute waren sehr nett, es war eine gute Gemeinschaft und das Essen super lecker, mit Hummer und anderen Meeresfrüchten am Heilig Abend.
Für heute habe ich mir etwas Besonderes hier in Neuseeland aufgehoben – die Fahrt von der Ostküste über den Arthurs Pass an die Westküste.

Von Küste zu Küste

Der Pass führt über die Neuseeländischen Alpen und ich lerne die Keas kennen, welche nur zu gerne Autogummi knappern.
Über Nacht stoppe ich im Hostel „The Old Church“ und lerne dort Rudi einen sehr sympatischen Niederbayern aus Landshuts kennen, der schon seit drei Jahren in Neuseeland lebt und in Christchruch als Programmierer arbeitet. Zusammen mit seiner Freundin und einem Pärchen aus Kanada hören wir um Abend alte Langspielplatten an und wechseln uns ab, wenn sie wieder einmal hängen bleiben.

Ein Gedanke zu “Weihnachtswunder

  1. hey michl!

    strandurlaub an weihnachten…beneidenswert ;)trotzdem würde ich denn schnee schon etwas vermissen, auch wenn ich heute wieder nen zentner von meinem auto abkehren muss *g*. als wir am ersten weihnachtsfeiertag in kulmbach, bei peters eltern waren und die welt dort völlig schneelos und grün war und man sich mit oberländischer winterkleidung recht fehl am platz vorkam, musste ich an dich denken. hattet ihr eigentlich einen weihnachtsbaum?

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