Doubt

Langsam füllen sich die Ränge. Ich sitze im Opernhaus von Sydney und in wenigen Minuten beginnt die Aufführung von „Gathering“. Ein Schmunzeln huscht mir übers Gesicht. Nachmittags sah ich mir noch das Gelände an, wo im Jahre 2000 die Olympischen Spiele ausgetragen wurden und ging im Olympiahallenbad schwimmen.

Sydney2000

Vor zehn Minuten sassen wir noch im Taxi, Irene wartete schon vor der hell beleuchteten Oper auf uns. Doch nun geht die Saalbeleuchtung aus und die Töne eines Didgeridoo erklingen. Welch ein Gefühl im vollbestzen Opernhaus zu sein und die Stimmung einfach auf sich wirken zu lassen. In der Aufführungspause lassen wir unsere Blicke über die beleuchtete Harbour Bridge schweifen.

HarbourBrueckebeiNacht

Schon um 6Uhr am nächsten Morgen heisst es Abschied von Irene und all den anderen Freunden zu nehmen, da mein Zug keine 30 Minuten später abfährt. Etwas tut es schon weh Sydney zu verlassen, gefiel es mir doch so gut hier, das zweite Mal noch besser. Seit vielen Wochen bin ich das erste Mal wieder alleine unterwegs und der Zug bringt mich nach Canberra, der Hauptstadt Australiens. Ich sehe mir das Nationalmusuem und das Parlament an.

CenberraParlament

Alles wirkt etwas steril, neu und sehr weitläufig. Canberra hat mehr von Bonn als von Berlin. Schon nach 2 Tagen habe ich genug und entscheide mich die restliche Zeit, welche mir noch bleibt, in Melbourne zu verbringen. Die erste Teilstrecke fahre ich mit dem Bus, die zweite mit der Bahn.
Schön wieder in Melbourne zu sein. Diesmal kenne ich mich schon etwas mehr aus und suche mir gezielt ein Hostel, welches nicht weit von Schwimmbad, Aldi und Internetcafe entfernt liegt, alles was man eben braucht. Nach dem Besuch der Oper in Sydney habe ich Lust auf mehr und gehe die Aufführungen der Theater in Melbourne durch. Einige sprechen mich an, meine Entscheidung fällt schließlich auf „Doubt“. Das Stück hat ein tiefgehendes Thema und regt zum Nachdenken an.

MelbournebeiNacht

In einer Seitenstrasse treffe ich wieder auf Jey, ein Koreaner der auch in der YHA Canberra war wie ich. Wir gehen zusammen ein Bier trinken und eine Kleinigkeit essen.
Melbournes Flair, weswegen es als eine der am lebenswertesten Städte der Welt bekannt ist, blieb mir bei meinem ersten Besuch noch verborgen. Da hatte ich damit zu tun alle touristischen Sehenswürdigkeiten abzuhacken. Diesmal habe ich – und lasse mir auch mehr Zeit. Ich schlendere durch die engen Gassen und stosse auf kleine Cafes die einfach dazu einladen zu verweilen. Ich packe mein Buch „Life of Pi“ aus und lebe einfach so in den Tag hinein.

MelbourneCafe

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Schweizer Franken

Wie ein Traum kommt mir die Zeit auf Tasmanien vor, es zieht an meinem inneren Auge vorbei wie ein schöner Film. Alles beginnt damit, dass ich Sanyo aus London auf dem Weg zur Fähre in der Strassenbahn treffe. Wir atmen auf, da wir nun wissen, beide die richtige Tram genommen zu haben. Im Hafen angekommen stellen wir uns an einer langen Schlange von Menschen an, um auf das Schiff zu kommen. Hier wird man genau so kontrolliert, als würde man ins Flugzeug steigen wollen. Sanyo spricht ein Pärchen an, welches direkt neben uns wartet. Irene und Fabian kommen aus der Schweiz, sind miteinander befreundet, beide super nett, und wollen genau wie wir nach Tasmanien. Später auf dem Schiff treffen wir die beiden wieder und setzen uns zusammen an einen Tisch. Wir amüsieren uns köstlich, die Chemie stimmt und wir gehen zusammen im Schiffsrestaurant eine Kleinigkeit essen. Fabian und Irene wollen sich ein Auto mieten um damit in fünf Tagen einmal um Tasmanien herumzufahren. Auf einmal kommt mir der Gedanke, ich könnte fragen, ob ich der kleinen Reisegemeinschaft beitreten könne. Die beiden kennen mich ja erst zwei Stunden und wenn sie ablehnen, würde ich es verstehen. Doch Irene und Fabian sind einverstanden. Da ziemlicher Wellengang herscht, ziehe ich mich auf meinen Sitz zurück, nehme eine Reisetablette und versuche einzuschlafen. Alle Stunde wache ich auf und versuche eine bessere Schlaffposition zu finden. Schlecht ist mir zumindest nicht mehr.
Morgens hat sich die See etwas beruhigt und wir gehen gemeinsam frühstücken. Nicht viel später ist Tasmanien schon in Sicht. Wir legen in Devenport an. Für Sanyo geht es mit einem Kleinflugzeug weiter in den Busch, wo er eine 10 Tageswanderung machen will. Wir anderen sind alle etwas skptisch, da Sanyo eher wie ein Künstler, nicht wie ein Abenteurer wirkt und hoffen, dass ihm nichts passiert.

TasmaniaRucksackkette

Fabian und ich gehen im Hafen zu verschiedenen Autovermietungen, lassen uns Angebote erstellen und mieten uns schließlich bei Hertz einen Hyundai – eine kleine Rennsemmel.
Zuerst fahre ich, da ich schon Übung im Linksverkehr habe, später wechseln wir uns immer wieder ab. Bei einer Tasse Kaffee besprechen wir unsere erste Tagestour. Wir wollen die Liffey Falls besuchen. Eine freundliche, ältere Frau im örtlichen Informationscenter erklärt uns den Weg. Kurz bevor wir gehen wollen, öffnet sie einen Raum und weist uns darauf hin, das im Inneren schöne Wandteppiche ausgestellt wären, der Eintritt allerdings sieben Dollar kostet. Ich sage, wir kommen später wieder.
Fabian ist als nächstes mit dem Fahren an der Reihe und bringt uns sicher zu den Liffey Falls.

TasmanienWasserfall

Schon jetzt bemerke ich wie sehr mich Tasmanien an Neuseeland erinnert, alles ist grüner als auf dem Hauptkontinent Australien und die Distanzen sind näher. Abends finden wir ein schönes Hostel in Launceston. Da Gründonnerstag ist, achten wir darauf für das Abendessen etwas Grünes im Supermarkt einzukaufen. Wir werden fündig und essen gemühtlich zusammen.
Bevor es am nächsten Morgen weiter geht, statten wir dem Cataract Gorge Reserve am Ortsrand noch einen Besuch ab. Hier würde es auch einen Sessellift geben, doch wir entscheiden uns Schusters Rappen zu nutzen.

TasmanienBruecke

Wie es am Karfreitag Brauch ist, suchen wir Mittags am Meer ein Fischrestaurant auf.
Am Lake Leak ragen Baumstümpfe aus dem Wasser und wir wundern uns, wo diese wohl herkommen mögen.
Abends kommen wir in der Hauptstadt Tasmaniens, in Habort an. Die Strassen sind wie lehrgefegt, was sich erst am nächsten Morgen ändert, als wir den bekannten Wochenmarkt besuchen. Hier gibt es Obst, Kunst und allerhand Spezialitäten. An einem Grillstand kaufe ich mir eine Bratwurst und der Verkäufer fragt mich „mit Sauerkraut?“. Gleich fällt mir sein fränkischer Dialekt auf. Er kommt aus Bayreuth und ist vor 12 Jahren nach Hobart ausgewandert. Helmbrechts kennt er freilich auch. Wir halten einen kurzen Plausch und wünschen uns anschließend fröhliche Ostern.
In Hamilton machen wir Kaffeepause und besuchen ein Reitturnier. Abends haben wir richtig Glück. Als wir im Hostel ankommen, gibt es zuerst keine freien Betten. Während wir noch diskutieren ruft ein Japner an, das er mit seiner Familie eine Autopanne hat und nicht vor morgen eintreffe. Wir rufen „Thank you“ und freuen uns wie die Schneekönige. Etwas früher als sonst stehen wir am Ostersonntag auf um miteinander joggen zu gehen. Unser Weg führt uns am Hafen entlang und nach einer warmen Dusche bereiten wir gemeinsam das Osterfrühstück vor. Wir kochen Eier und bemalen sie mit Edding. In der Schweiz gibt es den Brauch des „Eierditschen“. Wessen Ei als erstes zerbricht, wenn man die Eier aneinander gestoßen werden, verliert.
Ich muss an meinen Oster Blog Eintrag denken, der nun schon ein Jahr zurückliegt.
Gegen Mittag erreichen wir Burnie. Uns gefället es auf Anhieb. Wir machen einen Osternachmittagsspaziergang und suchen dannach unserer nächste Unterkunft, die nicht weit vom Meer entfernt liegt. Mit einer Flasche Wein sehen wir uns den Sonnenuntergang an.

SonnenuntergangTasmanien

Abends im Zimmer tauschen wir unsere Fotos aus, da es für Fabian und Irene morgen weiter nach Sydney geht. Ich habe mich noch nicht entschieden, wohin es mich zieht. Nur 50 Kilometer haben wir bis Devenport zu fahren, wo die Fähre nach Sydney ablegt. Wie schade, dass die fünf Tage auf Tasmanien vorbei sind. Wie sehr habe ich sie mit den beiden super lieben und unkomplizierten Schweizern genossen.
Am Hafenterminal will ich fragen, ob es noch ein freies Bett auf dem Schiff geben würde. Ich habe Glück und nachdem wir unsere Rennsemmel zurückgegeben haben sind wir keine 3 Stunden später schon an Bord. Das Abendessen ist im Preis inbegriffen und ich belade meinen Teller nicht nur einmal mit Lachs und Austern. Diesmal müssen wir die Nacht nicht auf einem Sitz verbringen, sondern haben in einem Schlaffsaal unsere eigene Koje mit Vorhang. Früh morgens gehe ich im Schlaffanzug auf Deck und sehe mir den Sonnenaufgang an. Es weht ein angenehm lauwarmer Wind. Die See liegt ganz ruhig.
Nach einer Dusche und Rundgang auf Deck treffen wir uns zum Brunch, zu dem wir uns wieder schön Zeit lassen.
Ich war ja bereits schon in Sydney, doch mit dem Schiff dort anzukommen, das Opernhaus und die Harbour Bright beim Einlaufen zu sehen, hat noch einmal ganz andere Qualität.

BacktoSydney

Auf nach Tasmanien!

Fünf Tage nach Abfahrt kommen wir in Adelaide an. Die meisten Hostels sind schon belegt und so kommen wir in einer schäbigen Absteige unter. Durch ein Loch neben meinem Bett in der Wand könnte ich in die Frauendusche schauen. Im Zimmer selbst liegt soviel Mist am Boden, das man aufpassen muss, wo man hintritt. Gleich in der ersten Nacht treibt es ein Pärchen so laut in unserem Zimmer miteinander, das ich davon immer wieder aufwache. Selbst nach 3 Stunden sind sie noch nicht fertig. Ich packe meine Orapax aus. Am nächsten Tag wechsle ich die Unterkunft.
Adelaide gefällt mir auf den zweiten Blick besser, als mein Eindruck bei der Durchreise vor zwei Wochen war. Johannes, die beiden Mädels und ich erkunden gemeinsam die Stadt, besuchen eine Kirche, den botanischen Garten und gehen dann zum Central Market, wo es wie auf dem Viktualienmarkt in München, Spezialitäten zu kaufen gibt. Es gehen einen fast die Augen über und das Wasser läuft einem im Mund zusammen.

Mettwurst

Es gibt Käse, Brot, frisches Obst, Gemüse und alles was das Herz begehrt. Etwas geht mir aber die ganze Zeit durch den Kopf. Soll ich weiter mit zum Ayers Rock kommen oder nicht. Ich entscheide mich dagegen und kaufe mir erneut ein Zugticket, diesmal geht es nach Melbourne. Auch Yoon kommt mit und so laufen wir um 6Uhr zum Bahnhof und werden dabei von einem roten Morgenhimmel begleitet.

AdelaideamMOrgen

Diesmal dauert die Fahrt nur 10 und keine 60 Stunden. Immer wieder ziehen brennende Stoppelfelder an uns vorbei oder sind schon abgebrannt. Ob die extra angezündet werden? Ich weiss es nicht.
Als wir Melbourne erreichen, ist es bereits dunkel und ich gehe wieder auf die Suche nach einem neuen Hostel.

MelborunebeiNacht

Diesmal gehe ich auf Nummer sicher und wähle eine Jugendherberge aus. Diese bieten immer einen gewissen Standard, wenn auch für ein paar Dollar mehr. An diesem Abend gibt es einen Gutschein für das nahe Schwimmbad, welchen ich gleich am nächsten Morgen einlöse, um wieder ein paar Runden zu schwimmen.

SchwimmbadMelborune

Mich trifft fast der Schlag! Hier in Melborune gibt es einen Aldi! Nicht nur dass er von aussen genau wie Aldi Süd aussieht, auch die Produkte befinden sich an fast genau den gleichen Stellen. Und billig ist es. Im Vergleich kosten manche Produkte das Halbe. 25 Paracetamol Kopfschmerztabeltten für 80Cent, die sonst im Supermarkt 1,80Dollar kosten, von Deutschland ganz zu schweigen. Ausser Bier und Gummibärchen entdecke ich keine anderen deutschen Lebensmittel.

Im Internet vergleich ich verschiedene Angebote, da ich die restliche Zeit auf Tasmanien verbringen will. Fliegen wäre zwar ein paar Dollar günstiger, doch ich entscheide mich für die romantischere Alternative, nämlich das Schiff. Abends um 20Uhr wird es den Hafen in Melbourne verlassen und zehn Stunden später auf Tasmanien ankommen.

Die Gefährten

Nach vielen vergeblichen Versuchen eine geeignete Mitfahrgelegenheit wieder gehn Westen zu finden, stoße ich auf Johannes. Sein Angebot hört sich gut an: In sechs Tagen den Süd Westen Australiens zu durchqueren und die Nullarbor Plain, welche ich schon von der Zugfahrt kenne, um nach Adelaid zu kommen. Zwei andere Fahrgäste haben bereits zugesagt, Joon ein Mädel aus Korea und Christiene aus der Nähe von Wien. Ich beschließe dem Bunde beizutreten und schon am nächsten Morgen brechen wir gemeinsan auf.

ForNext150km

In Johannes vollbeladenen Karavan erzählt jeder erstmal von sich und man merkt gleich, dass das Klima stimmt. Außer einer kurzen Mitagspause, in der wir für das gemeinsame Abendessen einkaufen, fahren wir ohne größere Unterbrechung bis Margaret River, wo wir uns eine Süßigkeitenwerkstatt ansehen und einen Campingplatz für die Nacht suchen. Johannes hat ein großes Zelt, in dem bis zu sechs Personen Platz finden würden. Mit nur vier ist es umso komfortabler. Auf dem Gaskocher braten wir Schaschlik aus Geflügelbrust und dazu gibt es Reis und Kimchi – eingelegten, koreanischen Chinakohl.
Die Nacht vergeht wie im Fluge, ich schlafe durch und dank der bequemen Iso-Luftmatratzen liegen wir alle sehr konfortabel.
Nur 2 Kilometer weiter befindet sich eine Tropfsteinhöhle, welche wir besuchen, nachdem das Zelt wieder abgebaut und verstaut ist. Da wir nur eine kleine Gruppe sind, die heute der Führung beiwohnt, haben wir genug Zeit um in aller Ruhe den Tropfen zu lauschen, wenn sie auf den unterirdischen See auftreffen.

Tropfsteinhoele

Nahe dem kleinen Ort Augusta, wo der Southern Ocean und Indian Ocean zusammenstoßen, besuchen wir den hohen, weißen Leuchtturm und zelten in Albany auf dem dortigen Campingplatz.
Im Cape Le Grand National Park, nahe Esperance kocht Joon abends für uns alle koreanisch. Als Vorspeise gibt es eine Suppe und als Hauptgang gebratenes Rindfleisch mit Gemüse und Reis. Wir sind alle begeistert und stoßen mit einem guten Glas Rotwein auf unsere kleine Gemeinschaft an.
Als wir am naechsten Tag aus dem Zelt schauen, hüpfen zwei junge Kängurus am Strand entlang.

KaenguruStrand

Gegen Mittag erreichen wir den Anfang der Nullarbor Plain. Weniger Bäume ziehen an uns vorbei, das Land wird flacher und dreht man den Kopf, erblickt man überall den Horizont. Immer wieder begennet uns Road Trains, LKWs mit bis zu drei Anhängern.
Abends finden wir keinen geeigneten Campingplatz und beschließen das Zelt neben einem Parkplatz aufzubauen. Da es windstill ist ziehen wir nachts die Zeltplane nicht über, um direkt durch das Fliegennetz auf den wunderschönen Sternenhimmel blicken zu können. Meine Nasenspitze ist kalt. Um 3 Uhr morgens beginnt es zu niesseln und wir holen die Zeltplane aus dem Wagen.
Als wir morgens erwachen ist wieder alles trocken und wir bewundern den schönen Sonnenaufgang.

NullarborPlainSonnenaufgang

Auf nach Amerika!

Veröffentlichkeitsdatum beachten! 😉

Das Klima in Perth ist zur Zeit einfach grossartig – nicht zu warm und nicht zu kalt. Gleich am ersten Tag mache ich bei einer Stadtführung mit, die zudem noch informativ und kostenlos ist.

PerthHochhaus

Mittags gehe ich, wie auch schon manchmal in Christchruch, bei Hare krishna essen. Die Speisen sind vegetarisch, aber gut und günstig. Vor dem Eingang treffe ich drei Frauen, die mich fragen wie lange ich denn schon in Australien sei. Sie dachten ich wäre wie sie Neuseeländer, da ich ja meine schwarze Cap von NZCare mit der Aufschrift New Zealand trage. Überhaupt werde ich oft auf meine Cap angesprochen hier in Australien und habe so immer etwas zu erzählen.
Am nächsten Tag gehe ich in verschiedene Hostels um mir die Anschlagtafeln anzusehen. Ich bin auf der Suche nach einer Mitfahrgelegenheit gehn Osten. Einige rufe ich auch an, doch klappte bisher nichts. So beschließe ich mit der Bahn nach Fremantle zu fahren, das ein Vorort von Perth ist. In Fremantle ist die Hauptstrasse gesperrt da heute ein Strassenrennen stattfindet. Die Läufter sind echt super schnell und manche laufen dazu noch barfuss.
An einer Strassenecke steht ein Grill wo ich mir eine Wurst kaufe. Überhaupt scheinen die Australier ihr Barbecue zu lieben, auch als ich in Sydney schwimmen war, wurde dort gegrillt und der Duft zog durch die Schwimmhalle.
In der Fussgängerzone ruhe ich mich etwas aus und lausche der Musik einer Strassenmusikerin.

PerthMusik

Nicht weit entfernt ist auch der Hafen und der Strand von Fremantle. Ich laufe an der Uferpromenade entlang und kaufe mir in der Brauereiwirtschaft „Little Creatures“ ein kleines Glas Bier.

PerthStrand

Als ich so am Strand entlanglaufe fällt mir plötzlich ein, was ich machen will wenn die Zeit hier in Australien vorbei ist. Ich fasse den Entschluss weiter nach Amerika zu reisen. Da ich noch keinerlei Informationen darüber habe, wie dort die Einreisebestimmungen sind, gehe ich gleich ins nächste Internetcafe. Man benötigt ebenfalls ein Visum, welches über drei Monate gilt. Zurück in Perth gehe ich in ein Reisebüro und buche den Flug. Das Visum wird online beantragt und bedarf keines Eintrags im Pass mehr. So werde ich Australien am 1. Mai verlassen und gleich im Anschluss nach New York weiterfliegen. Da ich die Datumsgrenze überschreite, komme ich dort am 30. April an.
Mit einem guten Gefühl im Bauch mache ich mich auf zu einem Spaziergang zum Ayers Rock, welcher in der Sprache der Aborigines Uluru heißt.
Auf meinem Weg dorthin lerne ich Ahmedi kennen. Er kommt aus dem Iran und arbeitet dort als Kernphysiker. Da mich seine Arbeit sehr interessiert frage ich genauer nach und erfahre, dass er mit Dihydrogenmonooxid arbeitet. Es ist ein nicht ungefährlicher Stoff, da Dihydrogenmonooxid schwere Verbrennungen hervorrufen kann, wenn es gasförmig ist. Zudem ist es noch ein Hauptbestandteil des sauren Regens und wenn man zuviel davon einatmet kann man sterben. Die Amerikaner würden es gerne als Massenvernichtungsmittel einstufen, so wie mir scheint, da wirklich mehrere Menschen jährlich durch Dihydrogenmonooxid ums Leben kommen.
Zufällig gibt es auf dem Ayers Rock auch eine Würstchenbude, wo wir unseren Hunger und Durst stillen können.
Nachdem wir einmal um den Uluru gelaufen sind, bitte ich Ahmedi noch ein Bild von mir zu machen.

AyresRockBBQ