Ruhe

Wiedermal sitze ich auf „meinem Sofa“ und die Zeit verrinnt, ohne das ich es richtig merke. Ich sehe gar nicht mehr auf die Uhr. Ich bin einfach da. Es ist ein Gefühl der inneren Ruhe, welches ich so vorher schon lange nicht mehr hatte. Fast wie bei einer Meditation. So geht es schon die letzen sechs Tage. Irendwann kommt dann immer Alf vorbei, wir arbeiten zusammen im Garten, er geht wieder und ich bin wieder für mich allein. Morgen breche ich von diesem Ort hier auf, doch Weihnachten werde ich wieder hier sein. Schön wenn man einen Ort hat, an dem man zurück kommen kann. Als ich am frühen Morgen losfahre sehe ich die erste Stunde gar keine anderen Autos, doch umso näher Christchurch heranrückt, um so mehr werden es. Ich halt mich Richtung Norden, bald werde ich einmal um die Südinsel Neuseelands aussenrum gekommen sein. Im Küstenort Kaikoura mache ich halt für die nächste Nacht. Hier will ich mich auch mit Yvonne, Petra und Frank treffen. Als im August in der Johanniskirche Helmbrechts meine Verabschiedung stattfand, waren durch Zufall auch Petra und Frank im Gottesdienst. Da ihre Tochter Yvonne auch ein Jahr in Neuseeland ist, kamen sie gleich nach dem Gottesdienst zu mir. Jetzt sehen wir uns wieder. Nach einer Umarmung gehen wir zusammen ins Cafe und schwärmen alle vier zwei Stunden lang von Neuseeland. Petra könnte sich sogar vorstellen, hier zusammen mit Frank ein Hostel aufzumachen und Yvonne will schauen, ob sie nicht noch ein Jahr extra hier bleiben kann.

Yvonne, Petra & Frank

Mein Zimmer teile ich mir heute mit einem Landwirt aus Holland und einem Farmer aus Amerika, der schon in Rente ist. Zuerst unterhalten sich die Zwei über Melkmaschinen und anschließend quatschen wir zu Dritt in unseren Betten bis nach zwölf Uhr abends über Gott und die Welt.
Morgens breche ich wieder früh auf, den heute soll es nach Nelson ganz im Norden gehen. Unterwegs sehe ich wieder lustige Wolkenformationen, fast wie ein rießen Wattebausch sieht diese aus.

Nach drei Stunden Fahrt komme ich durch Blenheim, wo ich bereits am Anfang meiner Südinselreise schon mal war. Es ist also geschafft, einmal bin ich um die Südinsel rumgefahren. Doch es gibt noch weit mehr zu entdecken, schließlich wartet noch die ganze Zentralinsel auf mich. In Havelock mache ich Mittags halt, weil es hier in einem Takeaway günstige Grünlippenmuscheln gibt, die zum verlieben schmecken. Nach nochmal einer Stunde komme ich in Nelson an und muss erstmal den Weihnachtsumzug die Stadt passieren lassen, bevor ich zu meinem Hostel kann.

Euch Allen einen schönen zweiten Advent! :yes:

2 Gedanken zu “Ruhe

  1. na da hast du dich sicher gefreut das englische mit dem fränkischen tauschen zu können, gell? 🙂
    ich bin schon gespannt, wie klasse fliessend du englisch sprichst, wenn du mal wieder hier bist, dann kannst du uns allen sicher was vormachen.

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