Verhaftet!?

Ich bin auf dem Weg hinunter zum Hafen. Es nieselt leicht und der Himmel ist wolkenverhangen. Nacheinander fahren vier Polizeiautos ziemlich schnell an mir vorbei. Wo die wohl hinwollen? Keine hundert Meter weiter drehen sie auf einmal um, fahren in meine Richtung und halten kurz vor mir an. Gleich daneben ist ein großes Einkaufszuntrum, ob es sich wohl um einen Diebstahl handelt? Aber warum dann gleich soviel Polizisten, da würden es drei auch tun. Es sieht eher nach einer Geiselnahme aus. Doch nein! Was ist das, die kommen auf mich zu. Ich kann nicht mehr klar denken, was soll ich den gemacht haben? „Stehenbleiben“ spricht mich ein Polizist an. „Wie heisst du, wo wohnst du und führst du einen Paß mit dir?“. Ich sage ihm meinen Namen, gebe ihm meinen Personalausweis und frage warum er den diese Informationen von mir wolle. „So ein Typ hat Fotos von der Amerikanischen Botschaft gemacht“. „Ja, dass war ich“, antworte ich ihm wahrheitsgemäß. Er bekommt große Augen und hört auf Notizen auf seinen Block zu kritzeln. Seine Kollegen kommen auf mich zu gelaufen. Ob ich mich jetzt gleich umdrehen muss und bekomme dann Handschellen angelegt? Eine Polizistin fragt mich „Du hast also ein Bild von der Deutschen Botschaft geknipst?“ „Von der Deutschen und der Amerikanischen“, entgegene ich. „Was, die Amerikanische Botschaft hast du auch noch fotografiert“, schaut sie mich verdutzt an. „Ist es verboten die Botschaften zu fotografieren? Welche der beiden Botschaften hat euch den geschickt“, will ich von ihr wissen. „11. September und so, du weist schon“, weicht sie mir aus. Ich bekomme von den umstehenden Kollegen viele Fragen gestellt und schließlich will einer zum Schluß noch die Tatobjekte auf meiner Kamera sehen:

DeutscheBotschaft

Das Bild von der Amerikanischen Botschaft will ich an dieser Stelle nicht zeigen, sonst ende ich womöglich noch auf Guantanamo Bay.
Während ich im Cafe sitze und einen Flat White Kaffee trinke, geht mir durch den Kopf, wer wohl die neuseeländische Polizei verständigt haben mag? Die Deutschen oder die Amerikaner? Ich tippe auf beide.

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13 Gedanken zu “Verhaftet!?

  1. Huhu Michl,

    man o man – das ist ja echt der Hammer.
    Ich kann mir gut vorstellen wie es dir
    ergangen ist als die Polizei auf dich zu
    kam. Aber wenn man bedenkt wie man da beobachtet wird wenn man nur ein einfaches Foto schiessen möchte ist schon der Wahnsinn. Vielleicht wäre es auch nicht so schlimm gewesen wenn du nur eine von den beiden Botschaften fotografiert hättest *g* und nicht gerade die Deutsche und die Amerikanische 😉 😉 hintereinander. *g* ich überleg mir grad wieviel Personen du wegen deinen 2 Fotos
    auf Trapp gehalten hast :))

    Liebe grüße aus dem
    kalten bald wieder verschneiten
    Helmbrechts

    Karin

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  2. Hallo Michl,

    das is ja lustig. Jemand der ne Botschaft in die Luft sprengen will, wird sie doch vorher kaum fotografieren. Da müssten sie ja jedem hinterher laufen, der z.B. den Bundestag fotografiert. Bist bestimmt aufgefallen wegen irgendwas 🙂 Die müssen das ja dann auch überwachen. Mit Kamera oder so, weil da wird ja wohl kaum jemand grad mal so aus dem Fenster geschaut haben. Da machen die großes Ding drauss und die, die wirklich Anschläge machen, bekommen die sowieso net. Ich schau mal gleich bei Google, ob man da was drüber findet, dass man Botschaften lieber net fotografieren sollte 🙂

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  3. Hallo Susi,

    danke für die interessanten Links, habe sie alle mal durchgelesen. Vorallem dem in New York ist es ja ziemlich schlecht ergangen, hier in Neuseeland waren die Polizisten der Situation entsprechend freundlich. Gestern abend habe ich an die die Deutsche Botschaft geschrieben, ob es gesetzlich verboten ist solche Aufnahmen zu machen, mal sehen ob sie antworten. Vorallem war ja auch kein Schild angebracht, das es nicht erlaubt ist. Als ich z.B. in Pullach bei München beim Bundesnachrichtendienst war, da war direkt ein Schild angebracht, das keine Aufnahmen aller Art erlaubt sind (Der BND hat seinen Sitz gleich neben der Jugendherberge).
    Auf München freu ich mich auch schon wieder mal. Passau wäre auch wieder mal was, weist noch wo wir dort waren? 😉 Wo wir dann im Schnee stecken geblieben sind und ihr habt mich rausgeschoben, das war schon was.

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    1. Und schon ist die Antwort der Deutschen Botschaft da:

      Sehr geehrter Herr Kiessling,

      ich glaube nicht, dass es nach neuseeländischem Recht verboten ist ein Foto von der amerikanischen Botschaft zu machen. Allerdings ist es sicherlich ungewöhnlich und es steht der Polizei natürlich frei die Identität des Fotografen zu überprüfen. Verbindliche Informationen kann Ihnen hierzu allerdings nur die neuseeländische Polizei geben.

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  4. Huhu Michl,

    na hast du dich gut von deinem aufregenden
    Erlebnis erholt??

    ohja München – da sagst du was 🙂 🙂
    würde uns auch mal wieder reizen – vorallem weil ja mei Väthi da unten aufgewachsen ist, und er da allerhand schöne Ecken und schnelle Wege kennt.
    Ausserdem möchte ich unbedingt mal die Allianzarena anschauen – aber erst wenn dieses WM-Zeugs vorbei ist. Sie froh das du das ganze Zeugs um die WM hier in Deutschland nicht mitbekommst – es nervt wirklich. Bekommst du da drüben am anderen Ende der Welt eigentlich auch was von der Fussballweltmeisterschaft in Germany mit??

    LG Karin

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    1. Guten Morgen Karin,

      im Fernsehen sieht man hier ab und zu Werbespots zwecks WM in Deutschland. Manche Pubs haben aussen angeschlagen, das sie die Spiele über Sky (ähnlich wie bei uns Premiere) zeigen. Die Neuseeländer selbst interessiert Fußball wenig, die lieben ihr Rugby. Sollen sie selig damit werden, mir gefällt es nicht. Neuseeland hat auch noch nie die Qulifikation für die WM geschafft, meist wird hier im TV die WM Mannschaft von England gezeigt, da sieht man eben die Verbundenheit durch das ganze Commonwealth Gezeugs. Auch wenn man hier im Sportteil der Nachrichten was von Fussball hört, dann meist von englischen Vereinen die in der Campionsleag mitspielen und wie da die Spiele ausgegangen sind. Fussball ist aber meist das letzte beim Sportteil, erstmal kommt Rugby, dann Kricket und dann lange Zeit gar nix. Es kommt bestimmt darauf an, mit was man aufgewachsene ist, aber die Hingabe der Neuseeländer an Rugby kann ich nicht nachvollziehen. Ob Frauen oder Männer, ich habe fast keinen Neuseeländer getroffen der nicht Vollblut Rugbyfan ist. Bei denen sind die All Black (die Nationalmannschaft) sowas wie Volkshelden.
      Freu mich schon auf Deutschland, bin zwar kein Vollblut Fussballfan, aber dann brauche ich mir dieses Rugbyzeug nicht mehr antun. So jetzt habe ich meinen Unmut über diesen Sport mal abgelassen 😉
      Als die Alianzarena fast fertig und von außen beleuchtet war, war ich das letzte mal dort. Glaube dir, das du dir das Station auch gerne einmal von innen ansehen würdest. Du bist ja Bayernfan, gell Karin?

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  5. Jepp ich war mal Bayernfan da hast du Recht. Allerdings hat das wieder nachgelassen …. ich hab meine kompletten FCB Sachen an meinen Bruder weitergegeben, er ist sogar im FCB Fanclub Helmbrechts *g* und öfters auf Spielen. Allerdings freu ich mich trotzdem wenn sie gewinnen und ich schau auch immer wie sie gespielt haben – aber wenn sie mal verlieren sollten geht die Welt auch nicht unter 😉 Jeder wird mal vernünfitg – auch ich 😉 😉

    Also ich wünsch dir auch ein schönes Wochenende

    Karin

    PS; hab dir mal wieder eine email an Michael@Bjees.de geschrieben

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  6. Hi,
    du hättest ja nach deinem interview mit der Polizei zum andenken ein Foto von denen machen können 😀

    Hättest sie sich alle vor ihren Autos aufstellen lassen sollen und paar Fotos… 😀

    Das wär der krönende Abschuss gewesen ;D
    LG
    Peter

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  7. huhu

    ich schätze eher mal, die amis haben dir die bullen auf den hals geschickt. die schei*** sich doch wegen jedem mückendreck ein 😉

    ich erinnere mich da an einen ausflug nach berlin, wo wir auch durchs botschaftsviertel gelaufen sind. alle botschaften sind direkt zugänglich und stehen wie normale gebäude direkt an der straße. überall darf man quasi bis an die eingangstür und fotos schiessen, so viel man will – doch dann kommt man zu den amerikanern…

    um die amis rum ist erstmal ein sicherheitsabstand zur aussenwelt (hof rund ums gebäude), danach kommt ein meterhoher metallzaun mit stacheldraht und an den eingangstoren sind versenkbare betonsperren, damit ein fahrzeug erst nach genauer überprüfung hinter den zaun gelangen kann. den innenraum sichern bewaffnete amerikaner. vor dem zaun ist ein normaler gehsteig den man aber nicht benutzen darf. vor dem gehsteig ist wieder ein zaun und diesen hochheiligen gehsteig bewachen wiederum deutsche bewaffnete polizisten. die amerikanische botschaft ist an einer strassenecke und der gesamte straßenbereich der das gebäude umfaßt ist für fahrzeuge mit einer art „betonpanzersperre“ unzugänglich gemacht. natürlich sind überall verbotsschilder, dass man keinesfalls fotos machen darf. ausser einem relativ unscheinbaren gebäude mit einer aussenklimaanlage pro fenster sieht man eh nichts sehenswertes. es ist ja verwunderlich, dass sie nicht um das komplette gebäude einen geschlossenen metallkäfig gebaut haben, damit es auch aus der luft geschützt wäre. da kann man sich echt nur noch an den kopf greifen…

    die spinnen die amis 😉

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  8. Wofür nur der ganze Aufwand?
    Wer was böses im Schilde führt, der holt sich die Details auf Google EARTH! Da kann man sich auch gleich von oben anschauen, wo man seinen Sprengstoff ablässt und wieder verschwinden kann..

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