Popcornhase

Mensch ist mir schlecht! Meine Reisetabletten habe ich in Picton auf dem Stockbett liegen lassen und so muss ich mir nun die Zeit der Überfahrt von der Süd zur Nordinsel mit Seekrankheit um die Ohren schlagen. Nach einer Weile beruhigt sich das Meer, ich gehe auf Deck und sehe mir die letzten Ausläufer der Marlborough Sound an.

UeberfahrtzurNordinsel

In Wellington angekommen fahre ich mit meiner Ema von der Fähre und halte nach einem Hinweisschild auf Wadestown Ausschau, wo ich die nächste Zeit leben werde.
Mein Zimmer ist schön hell, ein großes Bett steht darin und an die Wand hänge ich wieder Karten, welche ich während meiner Reise zugesendet bekommen habe.
Schon am nächsten Tag treffe ich Irene wieder. Mit ihr und Fabian war ich eine Woche rund um Tasmanien gefahren und diese Zeit ist mir stehts als die schönste in Australien in Erinnerung.
Irene reisst mit Roman, der ebenfalls aus der Schweiz stammt und dem Pariser Erik, durch Neuseeland und machen nun zwei Tage Zwischenstopp hier. Ich führe sie zum neuseeländischen Parlament und wir fahren danach mit dem Cable Car zum Botonischen Garten, hoch über den Dächern Wellingtons.

BesuchIreneRoman

Abends laden mich die drei zum gemeinsamen Abendessen in ihr Hostel ein, ich bringe einen Rotwein mit und wir lassen es uns schmecken. So schön ist es Irene nochmal getroffen zu haben und auch Roman ist ein ganz lieber Kerl. Er ist schon seit einigen Monaten in Neuseeland, hatte im Bootsbau gearbeitet, aber mit dem Unternehmen Pech gehabt. Die beiden fragen mich, ob ich mit auf die Fitjis kommen will, ich fühle mich sehr geehrt. Der Abschied fällt nicht leicht, doch wollen wir uns in der Heimat wieder sehen.
Am nächsten Tag ist es regnerisch, stürmisch und furchtbar kalt, was sich auch nicht in den nächsten fünf Tagen ändern wird. Ich kaufe mir Handschuhe und genieße wenn meine Heizung im Auto läuft, da es in der WG keine gibt.
Mit Kate von der Anwaltsfamilie, bei denen ich das letzte Mal wohnte, als ich in Wellington war, treffe ich mich zum Brunch. Sie erzählt, das es ihrer Mutter besser geht und Jo immer noch bei ihr ist. Kate schreibt zur Zeit an einer Novelle und fragt mich, ob mir ein paar Karaktere einfallen würden. Da kann ich ihr behilflich sein.
Ben, der mich in Christchurch besuchen kam und zwei Nächte bei mir und Lynda wohnte, läd mich zu sich ins 100km entfernte Levin ein, um ihn in seinem ökologischen Apfelsaftbetrieb zu besuchen, wo er arbeitet. Er kocht ein köstliches Mittagessen und ich genieße mit ihm zu diskutieren. Bevor ich wieder abfahre gibt er mir noch eine Kiste mit Säften in verschiedenen Geschmacksrichtungen mit.
Am nächsten Morgen habe ich ein Vorstellungsgespräch bei Candle ICT, einer Art Zeitarbeitsfirma für die IT Branche. Das ganze läuft sehr locker ab und nach einer halben Stunde ist es auch schon wieder rum.
Zurück in der WG warten Rosemaria und Ilmin, meine zwei Mitbewohner auf mich und fragen wie mein Gespräch lief. Sie kommen beide aus Korea, leben aber schon lange in Neuseeland. Sie haben zusammen einen Hasen, der in einer ausgedienten Kino Popcornmaschiene lebt und auf dem Namen Cooke hört.

Popcornhase

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4 Gedanken zu “Popcornhase

  1. Moin Michl,

    also zu dem armen Kerl da in der Popcornmaschine sag ich mal nix :-/
    sehr glücklich sieht er nicht aus. Darf er denn ansonsten in der Wohnung/Zimmer rum hoppeln??? *g* vielleicht kannst ja mal ein gutes Wort für ihn einlegen 😉 😉

    Danke für deinen Kommentar bei uns 🙂
    hast du vielleicht auch ein paar Fotos in dem Herr der Ringe Museum geschossen oder war es wie in so vielen Museen verboten?

    Ich wünsch dir noch einen schönen Aufenthalt und wir drücken die Daumen
    bei der Jobsuche

    Liebe Grüße
    Karin & Michi

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  2. Hey Michel!
    Ich bin jetzt wieder in Deutschland, und sende dir liebe Grüsse! (ich kann jetzt auch wieder umlaute schreiben *dops*)
    ^__^ Ich muss dem Mike jetzt nur noch erklären, wie er hier einen Kommentar hinterlassen kann, hihi 🙂
    Hoffe es geht dir gut, genieße down under noch, denn Deutschland scheint schon wieder sehr eintönig.
    Grüße, Julia

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  3. Hi Michael,

    ich hoffe – dem Hase geht’s gut. Komme heute endlich wieder mal bei Dir zum Lesen …
    Läßt Dich die IT Branche also doch nicht los (?)

    😉
    Gruß vom „alten Kollegen“
    Thomas

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  4. hi michl.

    jetzt komm ich endlich mal wieder dazu hier rein zu schaun. peter und ich waren ja ein paar tage in gelsenkirchen auf dem rock-hard-festival und hatten ordendlich mit vorbereiten, packen, reisen, auspacken, etc. zu tun. ausser viel spaß und einen berg schmutzwäsche hatten wir auch einen netten sonnebrand, der langsam abklingt ;). hier wirds jetzt auch endlich sommer, aber was die im ruhrpott mit der sonne gemacht haben, ist mir schleierhaft *gg*.

    seekrankheit ist was böses, ich bekomm das schon bei längeren busreisen 😉
    da du auf dem „reelingfoto“ farbe im gesicht hast, gehe ich mal davon aus, dass du nicht „die fische gefüttert“ hast, oder? *fg*

    über das arme kaninchen im glaskasten könnte ich mich jetzt noch länger echauffieren, aber bringt wohl doch nix…in dem bottich würde ich nichtmal ne topfpflanze unterbringen wollen. auch wenn das jetzt sehr böse ist – aber bei den asiatischen essgewohnheiten kann man ja froh sein, dass der hase nicht direkt im sud, mit gemüse in dem bottich eingelegt ist 😦
    vielleicht lassen sie sich ja davon überzeugen, dass ein tier auch gewisse ansprüche hat, um artgerecht gehalten zu werden.

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