Die Gefährten

Nach vielen vergeblichen Versuchen eine geeignete Mitfahrgelegenheit wieder gehn Westen zu finden, stoße ich auf Johannes. Sein Angebot hört sich gut an: In sechs Tagen den Süd Westen Australiens zu durchqueren und die Nullarbor Plain, welche ich schon von der Zugfahrt kenne, um nach Adelaid zu kommen. Zwei andere Fahrgäste haben bereits zugesagt, Joon ein Mädel aus Korea und Christiene aus der Nähe von Wien. Ich beschließe dem Bunde beizutreten und schon am nächsten Morgen brechen wir gemeinsan auf.

ForNext150km

In Johannes vollbeladenen Karavan erzählt jeder erstmal von sich und man merkt gleich, dass das Klima stimmt. Außer einer kurzen Mitagspause, in der wir für das gemeinsame Abendessen einkaufen, fahren wir ohne größere Unterbrechung bis Margaret River, wo wir uns eine Süßigkeitenwerkstatt ansehen und einen Campingplatz für die Nacht suchen. Johannes hat ein großes Zelt, in dem bis zu sechs Personen Platz finden würden. Mit nur vier ist es umso komfortabler. Auf dem Gaskocher braten wir Schaschlik aus Geflügelbrust und dazu gibt es Reis und Kimchi – eingelegten, koreanischen Chinakohl.
Die Nacht vergeht wie im Fluge, ich schlafe durch und dank der bequemen Iso-Luftmatratzen liegen wir alle sehr konfortabel.
Nur 2 Kilometer weiter befindet sich eine Tropfsteinhöhle, welche wir besuchen, nachdem das Zelt wieder abgebaut und verstaut ist. Da wir nur eine kleine Gruppe sind, die heute der Führung beiwohnt, haben wir genug Zeit um in aller Ruhe den Tropfen zu lauschen, wenn sie auf den unterirdischen See auftreffen.

Tropfsteinhoele

Nahe dem kleinen Ort Augusta, wo der Southern Ocean und Indian Ocean zusammenstoßen, besuchen wir den hohen, weißen Leuchtturm und zelten in Albany auf dem dortigen Campingplatz.
Im Cape Le Grand National Park, nahe Esperance kocht Joon abends für uns alle koreanisch. Als Vorspeise gibt es eine Suppe und als Hauptgang gebratenes Rindfleisch mit Gemüse und Reis. Wir sind alle begeistert und stoßen mit einem guten Glas Rotwein auf unsere kleine Gemeinschaft an.
Als wir am naechsten Tag aus dem Zelt schauen, hüpfen zwei junge Kängurus am Strand entlang.

KaenguruStrand

Gegen Mittag erreichen wir den Anfang der Nullarbor Plain. Weniger Bäume ziehen an uns vorbei, das Land wird flacher und dreht man den Kopf, erblickt man überall den Horizont. Immer wieder begennet uns Road Trains, LKWs mit bis zu drei Anhängern.
Abends finden wir keinen geeigneten Campingplatz und beschließen das Zelt neben einem Parkplatz aufzubauen. Da es windstill ist ziehen wir nachts die Zeltplane nicht über, um direkt durch das Fliegennetz auf den wunderschönen Sternenhimmel blicken zu können. Meine Nasenspitze ist kalt. Um 3 Uhr morgens beginnt es zu niesseln und wir holen die Zeltplane aus dem Wagen.
Als wir morgens erwachen ist wieder alles trocken und wir bewundern den schönen Sonnenaufgang.

NullarborPlainSonnenaufgang

3 Gedanken zu “Die Gefährten

  1. Huhu Michl,

    schön mal wieder was vor dir zu lesen 🙂
    und danke für deinen Kommentar bei uns.

    Na was gefällt dir besser? Australien oder Neuseeland? Also ich persönlich finde Australien irgendwie aufregender –
    so was ich jetzt von deinen Beiträgen lese und die Bilder die ich sehe 🙂

    Wir freuen uns schon auf
    deinen nächsten Eintrag

    LG
    Karin & Michi

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  2. Wo es mir besser gefaellt? 😉 Eindeutige Antwort – Neuseeland. Werde in meinem naechsten Newsletter genauer darauf eingehen, weil ich jetzt auch noch keine abschliessende Meinung habe. Eines steht aber fest, die weiten Entfernungen hier in Australien zurueckzulegen ist auf jeden Fall schwerer als sich in Neuseeland zu fortzubewegen. Bis sich die die Landschaft aendert, muss man erstmal einige tausende Kilometer fahren, in Neuseeland reichen manchmal schon 100. Auch die Menschen finde ich persoenlich in Neuseeland netter, hier sind sie oft ganz schoen unfreundlich. Was ich in Australien ueberhaupt nicht mag, ist das verchlorte Leitungswasser, auch das Bier ist nicht von weit her. Habe schon „Heimweh“ nach Neuseeland, ich vermisse Christchurch, es gefiel mir dort echt gut. Schoen, das ich es nochmal wiedersehen darf. Bestimmt ziehe ich Neuseeland auch deswegen vor, weil ich mich dort jetzt gut auskenne und soviele Freunde und Bekannte gewonnen habe. Hier schauen mich manche Aussis an wenn ich englisch spreche, als kaeme ich direkt vom Mond. Dabei laesst sich mein Englisch echt sehen (hoeren), ich denke eher die koennen mit ihrem Slang kein gutes Englisch sprechen. Bin schon jetzt froh, das Jahr in Neuseeland und nicht hier verbracht zu haben, mal sehen wie es am Ende meiner Rundreise hier aussieht.

    Schoene Gruesse aus Adelaid

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  3. hm… da fällt mir was ein 😉

    kannst du dich erinnern, als wir in der 5. klasse in englisch zusammen gesessen haben? wir lagen uns dauernd in den haaren, weil du das „th“ nicht richtig konntest und wir beim gemeinsamen vorlesen immer nen zammschiss von der lehrerin bekommen haben *hrhr*

    wenn du wieder hier bist, kannst du uns allen in sachen englisch wohl gewaltig was vormachen! mein englisch reicht nicht mehr weit über das in der schule gelernte hinaus und ich hatte auch nie interesse daran es aufzufrischen, oder gar zu verbessern. für übersetzungen hab ich peter und die sprache gefällt mir bis heute nicht sonderlich.

    du hast also was gut und kannst dich in zukunft über mein „th“ lustig machen 😉

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