Ema und Hugo

Jemand klopft an mein Autofenster. Langsam öffne ich mein rechtes Auge und schiele nach draussen. Ich erkenne Richard, den Besitzer der Kirschplantage, mache die Tür auf und wünsche einen guten Morgen. Es ist 6Uhr und Richard fragt mich, wann ich heute am Freitag abreisen will. Er überrascht mich mit dem Angebot, das wir alle zusammen auf seinem Boot eine Fahrt durch die Marlborough Sound machen könnten, da das Pflücken flach fällt.
Als ich kurze Zeit später die anderen informieren, sind sie begeistert. Wir machen uns auf ins 30km entfernte Havelock, welches ich schon von meiner Glühwürmchenwanderung kenne.

sieben Mann/Frau auf einem Boot

Einige Jahre hat die Endeavour III schon auf dem Buckel, doch für uns alle ist sie einfach ein herrliches, kleines Schiff. Es gibt eine winzige Küche, und weiter unten einige Kojen.
Die Marlborough Sound sind einge der schönsten Gegenden auf der Südinsel und kommen in der Beliebtheit vielleicht gleich nach dem Milford Sound. Ich lehne mich zurück und lasse mir den Wind um meine Ohren blassen.

Entspannen von den letzten harten Tagen

In einer einsamen Bucht stoppt Richard und wirft den Anker. Wir ziehen alle unsere Badesachen an und springen vom Dach des Bootes ins kühlende Nass. Wunderbar ist es hier zu schwimmen, das Wasser ist nicht kalt und hat eine tolle Färbung. Ich schwimme an Land und wieder zurück. Flo holt mit einer Tasche Grünlippenmuscheln und Austern von einem Felsen, die wir am Abend in Weisweinsosse garen werden.
Nach einiger Zeit klettern wir zurück an Bord, wo Sandra und Lusie schon das Mittagessen mit Wein, Käse und herzhaften, selbstgemachten Kuchen von Richards Frau, vorbereitet haben.

Einfach nur lecker

Alles schmeckt super lecker. Nachdem ich meine zweite Portion verputzt habe, lege ich mich etwas hin und halte Siesta. Diesen Tag werde ich so schnell nicht vergessen.
Am Abend als wir wieder zurück auf Richard Kirschplantage lasse ich meinen Blick noch einmal über das weite Geländer schweifen. Die letzten zehn Tage haben mir wieder viele neue Erfahrungen gebracht.
Zum Abschied schenken mir die zwei Prager einen Plüsch Mond, welchen ich Hugo taufe. Da es nicht angehen kann, das nur er einen Namen bekommt, wird mein Auto ebenfalls getauft. Es soll nun auf den Namen Ema hören. Schon viel habe ich jetzt mit meiner Ema durchgemacht hier in Neuseeland.

Kurz bevor die Sonne untergeht

Mein nächstes Ziel ist St. Arnaud an den Nelson Lakes. Hier habe ich erstmal einen halben Tag damit zu tun meine Wäsche der letzten 10 Tagen zu waschen. Nachmittags gehe ich im Lake Rotoiti schwimmen.
Wie schön ist es nach über einer Woche wieder in einem normalen Bett zu schlafen. Leider ist am 4. Advent hier in St. Arnaud kein Gottesdienst, so fahre ich weiter nach Murchison. Zwischendurch lege ich noch einen Stopp am Lake Rotoroa ein.

Frueh am Morgen Lake Rotoroa

Den Gottesdienst in Murchison besuchen an diesem 4. Advent nur 12 Personen. Ich werde sehr freundlich aufgenommen und frage gleich anfangs, wo ich den das Vater Unser im Gesangsbuch finden würde. Sie legen mir zur liebe eine Overheadfolie auf, da nur das Glaubensbekenntnis im Buch steht. Nach dem Gottesdienst werde ich noch auf einen Tee und Gebäck ins Gemeindezentrum eingeladen. Es entwickeln sich so interessante Gespräche, das ich bis 12:30Uhr bleibe.
Ungepalnt halte ich in Maruia Springs an und besuche die dortigen Schwefelquellen, in denen man baden kann. Auch ein japanisches Badehaus für Männer gibt es. Vor dem Eingang steht in dicker Schrift, man darf das Badehaus nur nackt bedrehten, da dies so in Japan Sitte ist. Ich halte mich daran und betrete das Badehaus. Es sind auch einige Japaner anwesent, nur hat jeder von denen eine Badehose an. So setze ich mich eben zwischen sie und wir tauschen uns über unsere Reiserouten aus.
Mein heutiges Ziel ist Hammer Springs, welches seine heissen Qullen kommerzieller vermarktet, aber ebenfalls ein entspanntes Flair bietet. Am Nachmittag treffe ich mich wieder mit Yvonne auf einen Kaffee, die ich zusammen mit ihren Eltern in Kaikoura getroffen hatte. In den Strassen Qxfords sind wie vieler Orts die Ladenfenster durch weihnachtliche Malerei verschönert.

Abends sehe ich mir im Kino Narnia – The Lion, The Witch, and The Wardrobe an, bin aber nicht sonderlich begeistert.
Nachdem ich eine weitere Nacht mit meiner Ema verbracht habe komme ich früh morgens in Christchurch an. Seit drei Wochen hat sich hier auch einiges verändert, die Stadt hat sich noch mehr weihnachtlich geschmückt und auf der Kathrdrale steht nun eine Krippe.

Heute nachmittag werde ich nach Le Bons Bay zurückkehren. Ich freue mich schon die CD mit Jazz Musik zu starten und einen heissen Tee auf dem Sofa zu trinken.

3 Gedanken zu “Ema und Hugo

  1. gedankenblitze:

    ema?
    jim knopf und lukas? 😉
    tüüttüüt! sie schnauft nicht mehr…*g* (deine ema hat sich ja auch schonmal nen blauen fleck geholt)
    eine insel mit zwei bergen in dem tiefen blauen meer…so gesehn paßt es ja fast. in irgend einer folge wurde ja an lummerland das kleine teilstück neulummerland (oder so)angehängt…
    eine zweigeteilte insel im meer…
    ein treues gefährt das ema heisst und mit seinem fahrer abenteuer erlebt…

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  2. Emmaaaa……*ggg*
    und Hugo, ich hau mich wech…..

    die Namen sind ja besser wie von meine
    beiden Fröschen Günther und Karlheinz *g*

    Emma und Hugo hätt ich die beiden auch taufen können…Naja vielleicht bei den
    nächsten Terrariumbewohnern *g*

    Weisst du mittlerweilen wie du Weihnachten
    verbringen wirst? Was kochst dir denn gutes? Oder gehst schon fein essen

    Liebe Grüße
    Karin

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    1. Günther und Karlheinz ist aber auch super! Was für eine Gattung von Frosch sind die beiden denn Karin? Habt Ihr auch noch Eure Meerschweinchen?
      Weihnachten werde ich im Hostel von Le Bons Bay verbringen und wenn es mir dort gefällt, Silvester auch. Habe einen Grosseinkauf in Christchurch gemacht und hätte Vorräte für ein Weihnachtsessen, aber so wie es aussieht gibt es im Hostel die Möglichkeit sich an deren barbecue zu beteiligen. Hab mich entschlossen ins Hostel über Weihnachen zu gehen, damit ich unter Leuten bin und nicht allein in Jo´s Haus sitze, zumal es dort zur Zeit kein fließendes Wasser gibt, mit allen Problemen die dies nach sich zieht.

      Liebe Grüße aus Akaro
      Michl 🙂

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