Ab in den Süden!

Obwohl Kates Mann Michael heute einen stressigen Tag in seiner Kanzlei hatte, überrascht er und seine Frau mich mit einer abendlichen Rundfahrt durch ganz Wellington. Als Höhepunkt zeigen mir die Beiden ein Schiff versteckt im Hafen, auf dem Szenen von Peter Jackson’s King Kong gedreht wurden.

Wo ist der liebe Affe?

Damit ich morgen weis, welchen Weg ich zur Fähre nehmen muss, fahren wir diesen ab, bevor es wieder nach Hause geht.
Das Packen fällt mir am nächsten Morgen sogar etwas schwer, hier bei der Familie hat es mir gut gefallen und es war eine gute Mischung aus Arbeit und Freizeit. In sechs Monaten werden wir uns wieder sehen, wenn ich zurück bin von der Südinsel.
Das Warten vor der Fähre dauert nicht lange und schon bald kann ich in den Bauch des großen Schiffes fahren, ziehe meine Handbremse fest und begebe mich in den Passagierbereich. Mit dem Wetter habe ich Glück, es ist eine ruhige Überfahrt und ich genieße einen Kaffee, während ich die ersten Fjorde der Marlborough Sounds entdecke.
Eine Nacht werde ich in Picton bleiben und morgen dann nach Havelock aufbrechen. Im Hostel treffe ich Maria wieder, mit der ich um das East Cape auf der Nordinsel gefahren bin.
Havelock ist ein sehr kleiner, beschaulicher Ort. Im örtlichen Information Center erfrage ich nahegelegene Bushwalks und mache mich auf die Beine.

Abends fragt der Herbersvater wer von uns Gästen Lust hätte, mit auf eine Glühwurmwanderung zu gehen. Alle gehen mit. Witzig ist, wir laufen den gleichen Weg mit Taschenlampen, den ich nachmittags allein gelaufen bin. Er bittet uns nach der Hälfte des Weges unsere Lichter auszumachen und wir stehen umringt von Glühwürmchen. Fantastisch! Ich bin beeindruckt. Soviele. Unglaublich. Ich gehe so nahe wie möglich an eines ran. Diesen Eindruck werde ich so schnell nicht mehr vergessen, fast wie ein Sternenhimmel auf Erden.
Wir gehen langsam weiter und der Herbergsvater stellt uns seinen Freund Twisty vor – ein Aal der anschließend mit Wurst gefüttert wird. Ich traue meinen Augen nicht.

Aal Twisty

Nach diesem nächtlichen Ausflug schlafe ich wunderbar . Als nächstes wartet Nelson auf mich. Das Hostel ist sehr klein und persönlich. Da es heute eher bewölkt ist schwimme ich ein paar Bahnen im örtlichen Hallenbad und gehe ins Kino. Abends mache ich mir Lammmedaillons in Balsamico Soße mit Spargel und esse dazu deutsche Pumpernickel, die ich im Ökomarkt entdeckt habe.

Mit zwei Australiern amüsiere ich mich köstlich bei einem Glas Wein auf der Terrasse. Sie erklären mir, das Possums in Australien geschützt sind, anders als hier, dafür aber das Nationaltiere Emu und Känguru gejagt und gegessen werden – nicht aber Koalabären.
Spät abends treffe ich Manuel aus München, der in Freiburg studiert und mir am nächsten Morgen einen Pulli schenkt, der im nicht paßt. Schon früh am Morgen scheint die Sonne und ich beschließe hier in Nelson zum angeblichen geographischen Mittelpunkt Neuseelands zu laufen. Von hier aus hat man auch einen wunderbaren Blick über die Fjorde.

Ein Gedanke zu “Ab in den Süden!

  1. Hi Micha,

    wollte mich mal wieder bei Dir melden. Ich hoffe, Dir gefaellt es auf der Suedinsel. Ich freue mich schon sehr auf die Suedinsel und die dortige Natur. Gehe am Sonntag auf die Ellerslie Car Fair, vielleicht komm ich mit einem Auto zurueck :-). Als naechstes moechte ich gern auf Waiheke Island, mal sehen, ob es klappt.

    liebe Gruesse,
    Katja

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